12. Südkurve in Erlangen

 

Am Samstag, den 15.12.2012 besuchten Lukas und ich die 12. Südkurve in Erlangen. Neben den DBA-Turnieren in Ulm eigentlich die Veranstaltung, die ich in Deutschland am häufigsten besuche. Es waren ca. 20 Spieler anwesend, davon immerhin sechs (in Zahlen: 6) Armatispieler, mich und Carthaginian, der seine ersten Gehversuche in Armati II machte, eingerechnet. Neben einer Partie DBA, die ich grandios gegen Lukas verloren habe, hatte ich drei Spiele in Armati. Zuerst in der Periode Antiquity: meine Lukaner/Apulier gegen Carthaginians Karthager. Hier wurde mit 100 Punkten im Bonus gespielt. Danach spielte ich eine Partie Age of Empires gegen Walter: er mit marianisch/cäsarianischen Römern gegen meine Ancient Germans, für 75 Punkte im Bonus. Als drittes Spiel machten wir Age of Chivalry: Walter und ich mit Mongolen gegen Carthaginian und Jannick mit Deutschen Rittern (Geran Imperialist), auch für 75 Punkte im Bonus. Im folgenden Bericht versuche ich, die recht spannenden Spiele mit Fotos zu illustrieren.  

 

 

 

Es war einmal auf Sizilien, ca. 277 v. Chr. Pyrrhos hatte, als er von Syrakus gegen die Karthager zu Hilfe gerufen wurde, auch starke Verbände aus Süditalien in sein Söldnerheer integriert. Einer dieser Verbände stieß unweit der Stadt Segesta auf ein größeres Truppenkontingent der Karthager und es kam zu einer heftigen Schlacht.  

Es folgt die Aufstellung der Karthager unter ihrem Feldherrn Mago.

 

Der rechte Flügel der Karthager: auf einem sanften Hügel zwei Einheiten Plänkler mit Schleuder und Bogen. Dann in der vordersten Front eine Division schwerer Reiterei, drei Einheiten stark. Dahinter in zweiter Linie eine schwere Division aus afrikanischer Phalanx und Elefanten. In dritter Linie eine Division FT, zwei Einheiten stark, alles Speerträger. Ganz rechts hinter den gelbbeschildeten Phalangiten der karthagische General.

 

Weiter im karthagischen Zentrum: in erster Linie eine leichte Division Plänkler, drei Einheiten mit Wurfspeer und Schleuder. Dahinter der Rest der Phalangiten mit der zweiten Elefanteneinheit. Neben den Plänklern eine schwere Division mit Stammeskriegern, drei Einheiten stark, und davor, schon im Angriff, die 5. schwere Division der Karthager, wiederum keltische Stammeskrieger. 

Nochmals die Stammeskrieger, nun ist auch die vordere Division aus zwei Einheiten erkennbar. den linken Flügel der Karthager decken zwei Schwadronen leichter Reiter.

Der rechte Flügel der Apulier aus der Sicht der karthagischen LR: ganz rechts eine schwere Division aus schwerer Reiterei, zwei Einheiten stark. Daneben, auf einem steilen Hügel eine leichte Division aus vier Einheiten LHI. Rechts, weiter im zentrum, eine weitere leichte Division aus vier Einheiten LHI. Diese Einheiten hatten den ersten Ansturm der Karthager, der ungestümen gallischen Söldner, abzufangen und auszuhalten.

 

Hier nochmals die Reiterei, Söldner aus den campanischen Städten, echte Veteranen, und apulische Reiter, welche die rechte Flanke des Hügels decken.

 

Die kaum zu bändigenden Kelten stürmen vor, eine leichte Division aus zwei Einheiten lukanischer Speerwerfer, weicht ihnen aus. Ihr Ziel sind die Plänkler im Zentrum der Karthager, und die dahinter postierten Elefanten.

 

Vorne, die beiden Einheiten in Dunkelgrün und Himmelblau, sind die LI, welche nun auf die karthagischen Plänkler eindringen. Dahinter die 2. Division kampanischer LHI.

 

Auf der rechten Seite des Zentrums der italischen Söldner bewegen sich die Hoplitensöldner aus Campanien langsam vorwärts. dann bleiben sie stehen und schliessen die Reihen. Eine vor den Hopliten postierte Division aus SI und LI versucht noch rechtzeitig vor den heranbrausenden schweren karthagischen Reitern auszuweichen, um die lästigen Plänkler auf dem sanften Hügel angreifen zu können.

Derweilen erwarten die kampanischen LHI mit stoischer Ruhe den wüsten Angriff der martialischen Keltenhorden.

 

Die Reiterei der Italier setzt zum Angriff auf die leichten berittenen Numider an. Der kampanische Feldherr Herennius Pontus sieht wegen der Aufstellung der Karthager die besten Siegchancen auf seiner rechten Flanke. Hier muss die Entscheidung zu seinen Gunsten fallen, oder die Schlacht geht verloren. Denn gegen die massive karthagische Infanterie kommen seine Truppen nicht auf. 

 

Die Kelten erwischen eine der lukanischen LI und zersprengen sie. Dafür prasselt der erste Schauer von Wurfspeeren auf die Gallier nieder. 

Die linke gallische Einheit hat den ersten Treffer hinnehmen müssen!

 

Inzwischen weichen die vorderen Numider der schweren campanisch/apulischen Reiterei aus, doch für ihre dahinter reitenden Kameraden gibt es kein entrinnen.

 

Sie prallen voll auf die schwere campanische Veteranenreiterei.

Die überlebende LI der Lukaner im Zentrum schafft das schier unmögliche und übersteht den Beschuß der karthagischen Plänkler. Jetzt geht es umgekehrt denen an den Kragen.

Und immer noch halten die LHI auf dem Hügel ihre Position gegen die keltischen Stammeskrieger.

Und während es gleich am rechten Flügel zwischen den Reitern knallt...

...tut es das auch im Zentrum. Die schwere karthagische Reiterei war schneller als die lukanischen Plänkler und ihre LI. Die Plänkler zerstoben sofort in alle Winde, allein die LI versucht tapfer, sich der Reiterei zu erwehren. Ungeachtet des Schicksals ihrer Kameraden bewegt sich die Phalanx keinen Meter, und auch die Division LHI links neben ihnen bleiben stur auf ihrem Hügel stehen.

 

Beim Nahkampfkontakt zu den Numidern splittet der campanische Feldherr seine Reiterdivision. Die Armeeinitiative sinkt auf "2".

Derweilen setzen die anderen Numider an, der campanischen Infanterie in den Rücken zu kommen.

 

Und auch die Kelten haben die Distanz überbrückt. Sie mussten zwar noch Schadenspunkte einstecken, aber nun gehts in den Nahkampf, ans Eingemachte!

Hinter der ersten Welle stürmt auch schon die zweite Welle der Gallier heran. Die Schlacht nähert sich einem ersten Höhepunkt.

 

So ungestüm die Gallier auch sind, sie berechnen jeden ihrer Züge genau, denn auch sie sind Profis auf dem Schlachtfeld.

 

Die karthagische Reiterei hat die einsame LI vernichtet und kommt nun im Galopp auf die Phalanx zu geritten.

 

Von den Mauern Segestas blickt man so auf die tobende Schlacht. Die campanischen Veteranen haben die Numider im ersten Ansturm vernichtet.

Die letzte Li der Lukaner hat zwei Einheiten Plänkler der Karthager zerstört und greift nun unverdrossen die Kampfelefanten an.

Immer noch hält Herennius seine Phalanx und die Division neben ihr durch eisernen Befehl auf der Stelle.

Inzwischen hat sich auch bei den Kelten etwas getan. Eine Einheit Gallier wurde vernichtet, aber ebenso eine LHI der Campaner.

 

Doch die zweite Welle der Kelten naht, und nun verlassen die Campaner des Zentrums ihre Position, und stürmen dem Feind entgegen.

Ihre Wurfspeere richten bei den Kelten einigen Schaden an, doch dann treffen sie auf die afrikanische Phalanx der Karthager, und nun sind es die LHI, die bluten müssen!

Auf dem linken Flügel prallt die karthagische Reiterei auf die Phalanx und die neben ihnen postierte LHI. Mit knapper Not halten die Krieger aus dem kampanischen Bergland der Wucht des ersten Angriffs stand, und der Nahkampf beginnt.

Dann sind die Reiter der Lukaner und Kampaner wieder zur Stelle! Sie haben nach der vernichtung der Numider schleunigst Kehrt gemacht und fallen nun den wild vorwärts drängenden Galliern in den Rücken.

 

Das Ergebnis ist Panik und Flucht bei den Kelten. Der linke Flügel der Karthager bricht zusammen. Mago sammelt seine verbliebenen Truppen um seinen intakten Kern aus afrikanischen Veteranen und zieht sich geordnet zurück.

 

Und die Sieger? Sie stehen da, warten, bis der Feind verschwunden ist, und freuen sich auf Plünderung und Beute...

Die Apulier/Lukaner/Kampaner gewinnen die Schlacht gegen die Karthager mit 5:2 BP.